Deutschland · 401 Landkreise · bis 2098
Trockenheit in Deutschland: Wie sieht die Zukunft an Ihrem Ort aus?
In 323 von 401 Landkreisen geht der Regen im Sommer zurück, und die längste Hitzeperiode wird im Mittel 2,2-mal so lang. Wie stark es Ihren Ort trifft — und wie einig die Modellrechnungen sich darüber sind — sehen Sie in zwanzig Sekunden.
- Trockentage, Sommerregen und Hitzeperioden getrennt, nicht als Note
- Heute, 2065 und 2098 im direkten Vergleich
- Mit Angabe, wo die Modelle sich einig sind — und wo nicht
Kostenlos und ohne Anmeldung

50
Modellrechnungen je Landkreis, nie ein einzelnes Modell
10.939
Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter
19
Kennzahlen je Ort, nicht zu einer Note verrechnet
100 %
der Zahlen nennen ihre Quelle
Die neue Trockenheit kommt nicht dorthin, wo sie schon ist.
Fragt man nach der trockensten Gegend Deutschlands, landet man im mitteldeutschen Regenschatten — Salzlandkreis führt mit rund 268 Trockentagen im Jahr. Für die Zukunft steht dort allerdings „kein eindeutiges Signal“: ausgerechnet in der trockensten Ecke des Landes gehen die Modellrechnungen am weitesten auseinander.
Die stärksten Zunahmen werden woanders projiziert — am Oberrhein, im Schwarzwald, an der Saar und im Allgäu. Also in Regionen, die heute als feucht gelten und deren Gebäude, Gärten und Wälder auf feucht ausgelegt sind. Das ist der Unterschied zwischen „trocken sein“ und „trocken werden“, und für eine Immobilie ist die zweite Zahl die teurere.
Stärkste Zunahme im Datensatz
Landkreis Lörrach
218 → 230 Tage
Trockentage pro Jahr
Modelle einig · 16,3 % weniger Regen im Sommer
Bis 2069–2098, wenn der Ausstoß hoch bleibt. Mittlerer Wert aus 50 Modellrechnungen, Vergleichszeitraum 1971–2000.
Was in den Daten eindeutig ist — und was nicht
Trockenheit ist nicht eine Größe, sondern drei. Sie entwickeln sich verschieden schnell, und die Modelle sind sich über sie unterschiedlich einig. Wer daraus einen einzigen Wert macht, verliert genau die Information, die trägt.
401
Kreise mit robustem Hitzeperioden-Signal
Die längste zusammenhängende Hitzeperiode wächst im Median auf das 2,2-fache — und hier sind sich die Modelle in jedem einzelnen Landkreis einig. Das ist die belastbarste Aussage auf dieser Seite.
323
Kreise mit weniger Regen im Sommer
Der Jahresniederschlag bleibt vielerorts ähnlich — er verschiebt sich nur in den Winter. Für Gärten, Bäume und Böden zählt aber der Sommerregen, und der geht in den meisten Kreisen zurück.
26
Kreise mit robustem Trockentage-Signal
Von 401 — in 195 Kreisen sind sich die Modelle uneinig. Wir zeigen die Zahl trotzdem, aber mit dieser Kennzeichnung. Eine Karte, die hier volle Farbe zeigt, verschweigt Ihnen etwas.
Was Sie für Ihren Ort sehen
Keine Sammelampel, hinter der die einzelnen Aussagen verschwinden — sondern jede Kennzahl mit ihrem Zeitraum, ihrer Spanne und ihrer Quelle.
01
19 Kennzahlen statt einer Ampel
Heiße Tage, Tropennächte, Starkregentage, Trockentage, Frosttage, Wasserbilanz, Tage mit hoher Waldbrandgefahr, Häufigkeit von Hochwasser — je Region einzeln, nicht zu einer Note verrechnet.
02
Klimazwilling: Grad in Orte übersetzt
Die Stadt, deren heutiges Klima dem entspricht, das Ihr Ort künftig haben könnte. Passau landet beim Klima des heutigen Florenz — das sagt mehr als eine Gradzahl.
03
Heute, 2065 und 2098 im Vergleich
Ein Regler über drei Zeiträume, dazu zwei Annahmen zum künftigen Ausstoß. Sie sehen nicht eine Zahl, sondern die Bewegung — und dass sie in unterschiedlichen Regionen unterschiedlich schnell läuft.
04
Ihre Gemeinde, nicht nur der Landkreis
Gelände, Hochwasserlage, versiegelte Flächen und Waldtyp sind für alle 10.939 Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter genau. Zwei Orte im selben Kreis können völlig verschieden dastehen.
05
Karte mit Gefahrenfilter
Europa, Länder, Landkreise und Gemeinden in einer Karte. Filtern Sie auf einzelne Gefahren und sehen Sie, wie viele Regionen jede trifft — oder welche gar kein Signal haben.
06
Exposure Report als PDF
Gefahrenprofil, Kennzahlen, Gelände und Ereignisse einer Gemeinde auf wenigen Seiten, mit Quelle an jeder Zahl. Gemacht, um weitergegeben zu werden — an die Bank, in die Akte, ins Exposé.
Im Detail

Unsicherheit
Wenn die Modelle sich uneinig sind, steht das da
- Mittlerer Wert aus bis zu 50 Modellrechnungen, nie ein einzelner Lauf
- Spanne immer sichtbar, nicht hinter einem Aufklapper
- Fehlt eine Aussage, bleibt die Fläche leer statt geschätzt

Klimazwilling
Wo es heute schon so ist, wie es bei Ihnen werden könnte
- 1.324 europäische Regionen als Vergleichsraum
- Sommer und Winter getrennt vergleichbar
- Jeder Kartenzustand ist als Link teilbar

Weitergeben
Alle Kennzahlen eines Ortes auf wenigen Seiten
Landkreise mit der stärksten Zunahme an Trockentagen
Sortiert nach der projizierten Zunahme bis 2069–2098, wenn der Ausstoß hoch bleibt. Neben jeder Zahl steht, wie einig die Modellrechnungen sich sind — und, wo der Sommerregen zurückgeht, um wie viel. Jeder Landkreis ist verlinkt.
| Landkreis | Trockentage pro Jahr, heute → 2098 | Einigkeit der Modelle · Sommerregen |
|---|---|---|
| Landkreis LörrachBaden-Württemberg | 218 → 230 Tage | Modelle einig · 16,3 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis Merzig-WadernSaarland | 227 → 237 Tage | Modelle einig · 15,5 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis Breisgau-HochschwarzwaldBaden-Württemberg | 221 → 231 Tage | Modelle einig · 12,7 % weniger Regen im Sommer |
| Freiburg im BreisgauBaden-Württemberg | 223 → 233 Tage | Modelle einig · 11,2 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis EmmendingenBaden-Württemberg | 225 → 235 Tage | Modelle einig · 10,4 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis FreudenstadtBaden-Württemberg | 213 → 223 Tage | Modelle einig · 11,1 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis St. WendelSaarland | 223 → 233 Tage | Modelle einig · 14,6 % weniger Regen im Sommer |
| Kempten (Allgäu)Bayern | 202 → 212 Tage | Modelle einig · 9,2 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis OberallgäuBayern | 202 → 211 Tage | Modelle einig · 9,3 % weniger Regen im Sommer |
| Landkreis Trier-SaarburgRheinland-Pfalz | 229 → 238 Tage | Modelle einig · 15,1 % weniger Regen im Sommer |
| OrtenaukreisBaden-Württemberg | 222 → 231 Tage | Modelle einig · 10,7 % weniger Regen im Sommer |
| Eifelkreis Bitburg-PrümRheinland-Pfalz | 221 → 230 Tage | Modelle einig · 13,1 % weniger Regen im Sommer |
Quellen: Trockentage und Sommerniederschlag aus den GERICS Klimaausblicken für Landkreise (Helmholtz-Zentrum Hereon, EURO-CORDEX, 12,5 km, Referenz 1971–2000, Median aus bis zu 50 Rechnungen). Ein Trockentag ist ein Tag mit weniger als einem Millimeter Niederschlag. 401 Landkreise haben eine Aussage; Kreise ohne Wert erscheinen nicht.
Wie gerechnet wird
Vier Größen, getrennt gehalten
Trockentage, Niederschlagsänderung im Sommer, Wasserbilanz und die längste Hitzeperiode werden je Landkreis einzeln ausgewiesen — mit Zeitraum, Spanne, Robustheit und Quelle. Sie werden nicht zu einem Trockenheitswert verrechnet, weil dieser Wert vier verschiedene Sachverhalte zu einer Zahl machen würde, von denen zwei belastbar sind und zwei nicht.
Was hier nicht steht
- Keine Trockenheits- oder Dürre-Ampel — es gibt keine.
- Keine Aussage zu Grundwasser, Boden oder Brunnen.
- Keine Aussage für ein einzelnes Grundstück.
- Keine Vorhersage — Projektionen unter Szenarien.
- Keine Bewertung, keine Kaufempfehlung.
Häufige Fragen zur Trockenheit in Deutschland
›Wird Deutschland trockener?
Nicht überall und nicht gleich stark — und diese Unterscheidung ist der Kern der Sache. Von 401 Landkreisen mit Aussage haben nur 26 ein robustes Signal bei den Trockentagen, in 195 Kreisen sind die Modellrechnungen sich nicht einig. Eindeutig ist etwas anderes: der Sommerregen geht in 323 Kreisen zurück, und die längste zusammenhängende Hitzeperiode nimmt in allen 401 geprüften Kreisen robust zu — im Mittel auf das 2,2-fache.
›Was ist ein Trockentag?
Ein Tag, an dem weniger als ein Millimeter Niederschlag fällt. Der mittlere deutsche Landkreis hatte davon im Vergleichszeitraum 1971–2000 rund 233 im Jahr. Die Zahl klingt hoch, weil sie es ist: Trockentage sind der Normalfall, nicht die Ausnahme. Interessant ist deshalb nicht der Wert selbst, sondern seine Veränderung — und ob sich die Trockentage zu längeren Strecken zusammenballen.
›Wo ist es in Deutschland am trockensten?
Heute im mitteldeutschen Trockengebiet: Salzlandkreis führt mit rund 268 Trockentagen im Jahr. Für die Zukunft gilt dort allerdings „kein eindeutiges Signal“ — ausgerechnet in der trockensten Ecke Deutschlands weichen die Modellrechnungen am weitesten voneinander ab. Die stärksten Zunahmen werden anderswo projiziert: im Südwesten und im Allgäu, also dort, wo es heute vergleichsweise feucht ist.
›Nimmt die Dürre in Deutschland zu?
Dürre und Trockenheit sind nicht dasselbe, und EXP°SURE weist bewusst keine Dürre aus. Eine Dürre entsteht aus Niederschlag, Verdunstung, Bodenart, Grundwasserstand und Landnutzung — Größen, die auf einem Raster von 12,5 Kilometern nicht sauber zu trennen sind. Was hier steht, sind die belegbaren Bausteine: Trockentage, Niederschlagsänderung im Sommer, Wasserbilanz und Hitzeperioden. Wer daraus eine Dürre-Ampel baut, behauptet eine Genauigkeit, die die Daten nicht hergeben.
›Was bedeutet Trockenheit für ein Haus oder Grundstück?
Diese Frage beantwortet EXP°SURE nicht — es gibt hier keine Aussage über Setzungsrisse, Baumbestand oder Brunnen, weil es dafür keine flächendeckenden Daten gibt. Was Sie bekommen, ist die Grundlage darunter: wie sich Trockentage, Sommerregen und Hitzeperioden in Ihrer Region entwickeln könnten und wie einig die Modelle sich darüber sind. Was Sie daraus für Ihr Gebäude schließen, gehört zu einer Bausachverständigen oder einem Bausachverständigen.
›Hängt Trockenheit mit der Waldbrandgefahr zusammen?
Direkt. Die Tage mit hoher Waldbrandgefahr entstehen aus genau dem Wetter, um das es hier geht: heiß, trocken, windig. Der Unterschied ist, dass Waldbrand zusätzlich brennbares Material braucht — deshalb wird er getrennt geprüft, mit Nadelwaldanteil und Waldanteil der Gemeinde. Trockenheit ist die eine Hälfte der Rechnung, der Wald die andere.
›Wie sicher sind diese Zahlen?
Gezeigt wird der mittlere Wert aus bis zu 50 Modellrechnungen samt der Spanne dazwischen, dazu für jede Region die Angabe, ob die Modelle sich einig sind. Eine einzelne Zahl ohne diese Angabe würde eine Sicherheit vortäuschen, die Klimarechnungen nicht haben. Alle Werte sind Projektionen unter Szenarien — was tatsächlich eintritt, hängt daran, wie viel Treibhausgas noch ausgestoßen wird.
›Was kostet das?
Nachschlagen kostet nichts und braucht kein Konto: alle deutschen Landkreise auf der Karte, drei vollständige Kennzahlen je Ort, der Klimazwilling und die Anzahl der erkannten Gefahren bleiben dauerhaft frei. Erst wer die vollständige Liste aller 19 Kennwerte, alle Gefahren und die Gemeindeebene braucht, nimmt den Suchzugang: 19 € im Monat, monatlich kündbar.
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Trockene, heiße Tage sind die eine Hälfte der Waldbrandrechnung — die andere ist der Wald selbst. Wo beides zusammenkommt, steht auf der Seite zur Waldbrandgefahr in Deutschland; wer selbst am Wald wohnt, findet den Waldanteil seiner Gemeinde unter Haus am Waldrand. Dass ausgerechnet trockene Regionen bei Starkregen überflutet werden, behandelt die Hochwassergefahr. Alle fünf Gefahren zusammen in der Klimarisikoanalyse für Immobilien.
Wie trocken wird es bei Ihnen?
Suchen kostet nichts und braucht kein Konto. Sie sehen sofort die Trockentage Ihres Landkreises, die Entwicklung des Sommerregens und die Angabe, wie einig die Modelle sich darüber sind.