Deutschland · 401 Landkreise · bis 2098
Hochwassergefahr: Steht Ihr Ort im Wasser?
In 173 von 400 deutschen Landkreisen wohnt ein relevanter Teil der Menschen dort, wo ein Hochwasser hinkommt, wie es statistisch einmal in hundert Jahren auftritt. Sehen Sie in zwanzig Sekunden, wie Ihr Ort dasteht — und wie oft das Wasser künftig kommt.
- Anteil der Einwohner im Überschwemmungsgebiet, nicht nur der Fläche
- Wie oft ein Hochwasser künftig kommt, das heute alle zehn Jahre erwartet wird
- Sturzflut getrennt geprüft — Starkregen braucht keinen Fluss
Kostenlos und ohne Anmeldung

50
Modellrechnungen je Landkreis, nie ein einzelnes Modell
10.939
Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter
19
Kennzahlen je Ort, nicht zu einer Note verrechnet
100 %
der Zahlen nennen ihre Quelle
Fast die Hälfte aller Landkreise, und kaum jemand rechnet damit
Hochwasser gilt als Problem der Flussanwohner. Tatsächlich hat fast die Hälfte aller deutschen Landkreise Wohnhäuser im Überschwemmungsgebiet — weil Menschen seit Jahrhunderten im Talgrund bauen, dort, wo Wasser und Wege waren. Was sich ändert, ist die Häufigkeit: derselbe Pegelstand kommt öfter.
Wer dreißig Jahre finanziert, entscheidet über einen Zeitraum, in dem sich diese Zahl bewegt. Geprüft werden Bausubstanz, Energieausweis und Grundbuch. Die Höhe über dem Fluss wird nicht geprüft.
Höchster Wert im Datensatz
Landshut
54,5 %
der Einwohner im Überschwemmungsgebiet
47,1 % der Fläche · 2 dokumentierte Ereignisse
Überschwemmungskarte der EU-Kommission, überlagert mit der Bevölkerungsverteilung auf 100 Metern.
Was Sie für Ihren Ort sehen
Flusshochwasser und Sturzflut werden getrennt geprüft, weil eine Lage auf der Anhöhe hochwassersicher und trotzdem sturzflutgefährdet sein kann.
01
Hochwasser nach Menschen, nicht nach Fläche
Sie sehen, welcher Anteil der Einwohner im Überschwemmungsgebiet wohnt — nicht nur, wie viel Fläche betroffen ist. Dazu, wie oft ein Hochwasser künftig kommt, das heute alle zehn Jahre erwartet wird.
02
Sturzflut getrennt vom Fluss
Eine Sturzflut ist Wasser, das nach Starkregen den Hang herunterläuft — auch weit weg von jedem Fluss. Geprüft werden Hangneigung, versiegelte Flächen und Starkregentage: eine Anhöhe kann hochwassersicher und trotzdem gefährdet sein.
03
Karte mit Gefahrenfilter
Europa, Länder, Landkreise und Gemeinden in einer Karte. Filtern Sie auf einzelne Gefahren und sehen Sie, wie viele Regionen jede trifft — oder welche gar kein Signal haben.
04
Ihre Gemeinde, nicht nur der Landkreis
Gelände, Hochwasserlage, versiegelte Flächen und Waldtyp sind für alle 10.939 Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter genau. Zwei Orte im selben Kreis können völlig verschieden dastehen.
05
Was hier schon passiert ist
Projektionen sind eine Sache, die Vergangenheit ist überprüfbar. Zu jedem Ort stehen die dokumentierten Extremereignisse der Region mit Jahr und Art — und in wie vielen Nachbarregionen sie erfasst sind.
06
Exposure Report als PDF
Gefahrenprofil, Kennzahlen, Gelände und Ereignisse einer Gemeinde auf wenigen Seiten, mit Quelle an jeder Zahl. Gemacht, um weitergegeben zu werden — an die Bank, in die Akte, ins Exposé.
Im Detail

Starkregen und Sturzflut
Wenn nicht der Fluss, sondern der Himmel das Problem ist
- Hangneigung und versiegelte Flächen für jede Gemeinde einzeln gerechnet
- Starkregentage mit Entwicklung und der Angabe, wie einig sich die Modelle sind
- Getrennte Bewertung: hochwassersicher heißt nicht sturzflutsicher

Überprüfbar
Was hier schon passiert ist

Hochwasserkarte
Wie oft das Wasser künftig kommt, für jeden Kreis
- Vier Kartenebenen: Europa, Bundesländer, Landkreise, Gemeinden
- Gefahrenfilter: nur Regionen mit Hochwassergefahr anzeigen
- Seen und Flüsse selbst sind ausgenommen, damit sie keine Betroffenheit vortäuschen
Landkreise nach betroffener Bevölkerung
Sortiert nach dem Anteil der Einwohner im Überschwemmungsgebiet — nicht nach Fläche. Der Unterschied ist entscheidend: Menschen wohnen im Talgrund. Jeder Landkreis ist verlinkt.
| Landkreis | Einwohner im Überschwemmungsgebiet | Fläche, Häufigkeit, Ereignisse |
|---|---|---|
| LandshutBayern | 54,5 % | 47,1 % der Fläche · 2 dokumentierte Ereignisse |
| TrierRheinland-Pfalz | 36,6 % | 19,2 % der Fläche · 3 dokumentierte Ereignisse |
| Landkreis Groß-GerauHessen | 34,2 % | 47,5 % der Fläche · 1 dokumentierte Ereignisse |
| RosenheimBayern | 34,2 % | 38,2 % der Fläche · 3 dokumentierte Ereignisse |
| Landkreis WesermarschNiedersachsen | 33,7 % | 45,4 % der Fläche |
| AugsburgBayern | 32,4 % | 37,4 % der Fläche · 1 dokumentierte Ereignisse |
| IngolstadtBayern | 29,9 % | 40,2 % der Fläche |
| MannheimBaden-Württemberg | 26,6 % | 43 % der Fläche · 1 dokumentierte Ereignisse |
| Landkreis StadeNiedersachsen | 26,6 % | 38,8 % der Fläche |
| BambergBayern | 26,2 % | 19,8 % der Fläche |
| SpeyerRheinland-Pfalz | 25,1 % | 37,5 % der Fläche |
| Landkreis Neu-UlmBayern | 22,6 % | 13,3 % der Fläche · 1 dokumentierte Ereignisse |
Quellen: Überschwemmungsfläche aus der JRC River Flood Hazard Map RP100 der EU-Kommission (etwa 90 m), überlagert mit dem Bevölkerungsraster JRC GHS-POP (100 m) · Häufigkeit aus Copernicus C3S (EURO-CORDEX) · dokumentierte Ereignisse aus der HANZE-Datenbank. Ein Landkreis ohne Aussage erscheint nicht.
Wie geprüft wird
Schwellen
Eine bestehende Hochwassergefahr wird ausgewiesen, wenn mindestens 5 % der Einwohner im Überschwemmungsgebiet wohnen oder mindestens 10 % der Fläche betroffen ist. Als zunehmend gilt sie, wenn ein heute zehnjährliches Hochwasser künftig alle 7 Jahre oder häufiger kommt — und die Modellrechnungen sich darin einig sind.
Zwei Auflösungen
Die Hochwasserlage ist für jede Gemeinde einzeln gerechnet, bis auf etwa 90 Meter genau. Wie stark sich das Klima ändert, wird auf einem Raster von 12,5 Kilometern gerechnet und gilt für den ganzen Landkreis. An jeder Zahl steht, welche der beiden Ebenen sie beschreibt. Für ein einzelnes Grundstück gibt es keine Aussage — und keine rechtsverbindliche Auskunft, dafür sind die Länder zuständig.
Häufige Fragen zur Hochwassergefahr
›Wie finde ich heraus, ob mein Haus im Überschwemmungsgebiet liegt?
Auf EXP°SURE sehen Sie für jede Gemeinde, welcher Anteil der Einwohner im Überschwemmungsgebiet wohnt, wie oft ein Hochwasser künftig kommen könnte und welche Ereignisse in der Region dokumentiert sind. Für die rechtlich verbindliche Auskunft zu einer einzelnen Adresse sind die Hochwassergefahrenkarten der Bundesländer zuständig, für die Versicherungseinstufung der jeweilige Versicherer. Beides zeigt den heutigen Zustand — die Entwicklung über die nächsten Jahrzehnte steht bei uns.
›Was bedeutet HQ100?
„HQ100“ ist die Fachabkürzung für das Überschwemmungsgebiet eines Hochwassers, das statistisch einmal in hundert Jahren auftritt. Das heißt nicht „einmal pro Jahrhundert“: in jedem einzelnen Jahr beträgt die Wahrscheinlichkeit ein Prozent, und zwei solche Ereignisse können dicht aufeinander folgen. Genau diese Häufigkeit verschiebt sich mit dem Klima — deshalb steht sie bei uns als eigene Kennzahl.
›Welche Landkreise sind am stärksten betroffen?
Gemessen am Anteil der Einwohner im Überschwemmungsgebiet führen Städte und Kreise an großen Flüssen: Landshut an der Isar, Trier an der Mosel, Groß-Gerau und Rosenheim. Die Rangliste steht auf dieser Seite. Wir sortieren bewusst nach Einwohnern und nicht nach Fläche — ein Kreis, dessen Talgrund nur drei Prozent der Fläche ausmacht, dort aber ein Fünftel der Menschen wohnen, ist betroffen.
›Was ist der Unterschied zwischen Hochwasser und Sturzflut?
Flusshochwasser entsteht, wenn ein Fluss über die Ufer tritt — entscheidend ist, ob das Haus im Überschwemmungsgebiet liegt. Eine Sturzflut ist Wasser, das nach Starkregen den Hang herunterläuft, auch weit weg von jedem Fluss — entscheidend sind Hangneigung und versiegelte Flächen. EXP°SURE prüft beides getrennt, weil eine Lage auf der Anhöhe hochwassersicher und trotzdem sturzflutgefährdet sein kann.
›Nimmt die Hochwassergefahr durch den Klimawandel zu?
Nicht überall gleich, und genau deshalb wird es je Region ausgewiesen. Für einen Teil der Landkreise zeigen die Modellrechnungen, dass ein heute zehnjährliches Hochwasser künftig häufiger kommt; für andere sind sich die Modelle nicht einig, und dann steht das da. Wo die Modelle sich uneinig sind, erfinden wir keine Genauigkeit.
›Ersetzt das eine Auskunft meiner Versicherung?
Nein. Für die Einstufung Ihres Gebäudes und die Frage, ob Elementarschäden versicherbar sind, ist Ihr Versicherer zuständig. EXP°SURE liefert Standortdaten mit offengelegter Methodik — keine Bewertung, keine Wertermittlung, keine Zusicherung. Der Report ist gemacht, um solchen Gesprächen eine belegte Grundlage zu geben.
›Was kostet das?
Die Karte mit allen deutschen Landkreisen, drei vollständige Kennzahlen je Ort, der Klimazwilling und die Anzahl der erkannten Gefahren sind dauerhaft kostenlos und brauchen kein Konto. Wer alle 19 Kennzahlen, alle Gefahren und die Gemeindeebene braucht, nimmt den Suchzugang für 19 € im Monat, monatlich kündbar.
Andere Gefahren
Hochwasser ist eine von fünf Gefahren, die getrennt geprüft werden. Ebenfalls mit eigener Rangliste: Waldbrandgefahr und Hangrutschgefahr. Alle Gefahren zusammen in der Klimarisikoanalyse für Immobilien; für Immobilienprofis die Standortanalyse.
Wie steht Ihr Ort da?
Suchen kostet nichts und braucht kein Konto. Sie sehen sofort, welche Gefahren zutreffen, welche schon heute bestehen und welche unauffällig sind.