EXPSURE

Deutschland · 401 Landkreise · bis 2098

Hangrutschgefahr: die Gefahr, die in keinem Exposé steht

Nur 10 von 400 deutschen Landkreisen bringen überhaupt genug Steilhang mit. Wenn Ihr Ort dazugehört, betrifft es Sie sehr konkret — und niemand prüft es. Sehen Sie in zwanzig Sekunden, wie viel bebaute Fläche Ihres Orts am Steilhang liegt.

  • Wie viel bebaute Fläche am Steilhang liegt, nicht bloß Steilheit irgendwo
  • Starkregen als Auslöser, mit Entwicklung bis 2098
  • Fünf Gefahren am selben Ort — nicht nur die eine

Kostenlos und ohne Anmeldung

EXP°SURE-Karte: Temperaturänderung bis 2098 bei hohem Ausstoß, mit Gefahrenfilter

50

Modellrechnungen je Landkreis, nie ein einzelnes Modell

10.939

Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter

19

Kennzahlen je Ort, nicht zu einer Note verrechnet

100 %

der Zahlen nennen ihre Quelle

Warum das ausgerechnet die unterschätzte Gefahr ist

Sie steht in keiner Standardprüfung

Bausubstanz, Energieausweis, Grundbuch, Bodenrichtwert — nichts davon sagt etwas über die Hangneigung hinter dem Haus. Von den fünf Gefahren ist Hangrutsch die einzige, die in keiner üblichen Kaufprüfung vorkommt.

Betroffen oder nicht — dazwischen ist nichts

Zehn Landkreise erfüllen die Bedingung, die übrigen 390 nicht. Es gibt hier kein „bisschen gefährdet“. Wenn Ihr Ort in der Liste steht, liegen bis zu 12,3 % seiner bebauten Fläche am Steilhang.

Der Auslöser nimmt zu, das Gelände nicht

Ein Hang wird nicht steiler. Aber Starkregen wird häufiger und heftiger, und Wasser ist es, was eine Rutschung auslöst. Die Voraussetzung bleibt konstant, die Auslösewahrscheinlichkeit verschiebt sich nach oben.

Spitzenwert im Datensatz ist Landkreis Berchtesgadener Land mit 12,3 % der bebauten Fläche am Steilhang — bei 59,1 % Steilhang · 1271 m Höhenunterschied.

Was Sie für Ihren Ort sehen

Gelände und Auslöser getrennt, mit der Schwelle dazwischen — und mit der Grenze dessen, was ohne Geologiedaten seriös sagbar ist.

01

Hangrutsch mit ehrlicher Grenze

Steilhang ist die Voraussetzung, und wo sie fehlt, steht „nicht anwendbar“ statt „geringes Risiko“. Sie sehen, wie viel bebaute Fläche am Steilhang liegt, den Höhenunterschied im Gelände und den Starkregen, der auslöst.

02

Sturzflut getrennt vom Fluss

Eine Sturzflut ist Wasser, das nach Starkregen den Hang herunterläuft — auch weit weg von jedem Fluss. Geprüft werden Hangneigung, versiegelte Flächen und Starkregentage: eine Anhöhe kann hochwassersicher und trotzdem gefährdet sein.

03

Ihre Gemeinde, nicht nur der Landkreis

Gelände, Hochwasserlage, versiegelte Flächen und Waldtyp sind für alle 10.939 Gemeinden einzeln gerechnet, bis auf 90 Meter genau. Zwei Orte im selben Kreis können völlig verschieden dastehen.

04

Karte mit Gefahrenfilter

Europa, Länder, Landkreise und Gemeinden in einer Karte. Filtern Sie auf einzelne Gefahren und sehen Sie, wie viele Regionen jede trifft — oder welche gar kein Signal haben.

05

19 Kennzahlen statt einer Ampel

Heiße Tage, Tropennächte, Starkregentage, Trockentage, Frosttage, Wasserbilanz, Tage mit hoher Waldbrandgefahr, Häufigkeit von Hochwasser — je Region einzeln, nicht zu einer Note verrechnet.

06

Exposure Report als PDF

Gefahrenprofil, Kennzahlen, Gelände und Ereignisse einer Gemeinde auf wenigen Seiten, mit Quelle an jeder Zahl. Gemacht, um weitergegeben zu werden — an die Bank, in die Akte, ins Exposé.

Im Detail

Gemeindescharfe Ansicht: Talort und Hangort im selben Landkreis

Bebauung am Steilhang

Ein unbewohnter Steilhang rutscht niemandem ins Haus

Wir sortieren nicht nach Steilheit, sondern nach dem Anteil bebauter Fläche am Steilhang. Der Unterschied entscheidet: ein Hochgebirgskreis kann zur Hälfte aus Steilhang bestehen, ohne dass dort jemand wohnt. Gelände und bebaute Fläche werden deshalb übereinandergelegt und für jede der 10.939 Gemeinden einzeln gerechnet — der Talort und der Hangort im selben Landkreis stehen verschieden da.
  • Steilhanganteil, bebaute Fläche am Hang und Höhenunterschied getrennt
  • Für jede Gemeinde einzeln bis auf 90 Meter, nicht als Kreisdurchschnitt
  • Hanglage verschärft auch Sturzflut und Waldbrand — dieselbe Größe, drei Prüfungen
EXP°SURE-Karte mit Kennwertauswahl und Zeitregler

Grenzen

Was fehlt, und warum wir es hinschreiben

Für eine belastbare Rutschungsaussage braucht es den geologischen Untergrund: welche Schichten in welcher Neigung übereinander liegen und wo eine Gleitfläche entstehen kann. Diese Daten führen die geologischen Landesämter und die Bundesanstalt für Geowissenschaften; flächendeckend frei verfügbar sind sie nicht, und wir haben sie nicht. Deshalb steht bei EXP°SURE höchstens „mögliche Hangrutschgefahr“ und niemals eine Wahrscheinlichkeit.
Exposure Report mit Gefahrenprofil, Gelände und Quellen

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Der Exposure Report als PDF

Gefahrenprofil, Kennzahlen, Gelände und dokumentierte Ereignisse einer Gemeinde auf wenigen Seiten, mit Quelle an jeder Zahl. Wenn Sie mit einem Verkäufer, einer Bank oder einem Versicherer über die Lage sprechen, ist das die Grundlage, die sonst fehlt.

Beispiel-Report als PDF ansehen

Landkreise mit erfüllter Geländebedingung

Die vollständige Liste — nicht ein Auszug. Sortiert nach dem Anteil bebauter Fläche am Steilhang. Jeder Landkreis ist verlinkt.

LandkreisBebauung am SteilhangGelände
Landkreis Berchtesgadener LandBayern12,3 %59,1 % Steilhang · 1271 m Höhenunterschied
Landkreis LörrachBaden-Württemberg11,3 %40,7 % Steilhang · 724 m Höhenunterschied
Landkreis Garmisch-PartenkirchenBayern7,8 %58 % Steilhang · 1015 m Höhenunterschied
OrtenaukreisBaden-Württemberg7,5 %35,8 % Steilhang · 527 m Höhenunterschied
Landkreis OberallgäuBayern7 %44,3 % Steilhang · 837 m Höhenunterschied
Landkreis Breisgau-HochschwarzwaldBaden-Württemberg6,8 %32,1 % Steilhang · 851 m Höhenunterschied
Landkreis EmmendingenBaden-Württemberg6,4 %32,2 % Steilhang · 554 m Höhenunterschied
Landkreis MiesbachBayern6,1 %42,4 % Steilhang · 636 m Höhenunterschied
Baden-BadenBaden-Württemberg5,2 %36 % Steilhang · 550 m Höhenunterschied
Landkreis Bad Tölz-WolfratshausenBayern3,5 %35,8 % Steilhang · 622 m Höhenunterschied

Quelle: Topografie aus USGS GMTED2010 (250 m, Public Domain), Siedlungsflächen aus Copernicus Global Land Service LC100 (100 m). Ein Landkreis ohne Geländeaussage erscheint nicht.

Wie geprüft wird

Die Geländebedingung gilt als erfüllt, wenn mindestens 30 % der Region als Steilhang eingestuft ist. Fehlt das, wird keine Gefahr ausgewiesen und auch keine kleine — der Zustand heißt „nicht anwendbar“. Ist sie erfüllt, kommt die Entwicklung des Starkregens hinzu, weil Wasser der Auslöser ist.

Vollständige Methodik mit allen Formeln

Häufige Fragen zur Hangrutschgefahr

Wo besteht in Deutschland Hangrutschgefahr?

Nur dort, wo es steil genug ist — und das ist weniger Fläche, als man denkt. Zehn der 401 Landkreise erfüllen die notwendige Geländebedingung, im Wesentlichen die Alpenlandkreise und der Südschwarzwald: Berchtesgadener Land, Lörrach, Garmisch-Partenkirchen, Ortenaukreis, Oberallgäu und Breisgau-Hochschwarzwald führen die Liste. In flachem Land ist die Frage nicht „geringes Risiko“, sondern gar nicht anwendbar.

Wodurch entsteht eine Hangrutschung?

Aus dem Zusammenspiel von Hangneigung, Untergrund und Wasser. Steiles Gelände ist die Voraussetzung, ausgelöst wird eine Rutschung aber meist durch Wasser: Starkregen oder anhaltende Nässe, die den Boden schwer und die Gleitfläche rutschig macht. Deshalb prüft EXP°SURE Hangneigung zusammen mit der Entwicklung des Starkregens — das Gelände bleibt, der Auslöser nimmt zu.

Ist mein Grundstück von Hangrutschung bedroht?

Das kann diese Seite nicht sagen, und wir behaupten es auch nicht. Für eine Aussage zum einzelnen Grundstück braucht es den geologischen Untergrund — welche Schichten in welcher Neigung liegen — und diese Daten führen die geologischen Landesämter und die BGR. EXP°SURE zeigt, wo die Geländebedingung erfüllt ist und der auslösende Starkregen zunimmt. Das ist ein Hinweis darauf, wo eine geologische Prüfung sich lohnt, kein Ersatz für sie.

Warum steht bei meinem Ort nichts?

Weil dort nicht genug Steilhang ist. Das ist bewusst kein „geringes Risiko“, sondern der Zustand „nicht anwendbar“: eine Gefahr, deren Voraussetzung fehlt, wird nicht als kleine Gefahr dargestellt. Keine Daten sind besser als falsche Daten — und eine erfundene Restgefahr wäre falsch.

Ist ein Erdrutsch versichert?

Erdrutsch zählt zu den Elementargefahren und ist damit nicht Teil der normalen Wohngebäudeversicherung, sondern einer zusätzlichen Elementarschadendeckung. Ob und zu welchen Bedingungen ein konkretes Objekt versicherbar ist, entscheidet der Versicherer anhand der Lage. EXP°SURE bewertet das nicht — liefert aber die Standortdaten, mit denen man in so ein Gespräch geht.

Nimmt die Hangrutschgefahr durch den Klimawandel zu?

Das Gelände ändert sich nicht, der auslösende Regen schon. Wo die Modelle mehr und intensiveren Starkregen zeigen und gleichzeitig Steilhang vorhanden ist, verschiebt sich die Auslösewahrscheinlichkeit nach oben. Wie stark, hängt vom Untergrund ab — und den kennen wir nicht. Deshalb bleibt die Aussage bei „möglich“ und wird nicht zu einer Zahl gemacht.

Andere Gefahren

Ebenfalls getrennt geprüft, mit eigener Rangliste: Hochwassergefahr und Waldbrandgefahr. Alle Gefahren zusammen in der Klimarisikoanalyse für Immobilien; für Immobilienprofis die Standortanalyse.

Steht Ihr Ort in der Liste?

Suchen kostet nichts und braucht kein Konto. Sie sehen sofort, ob die Geländebedingung erfüllt ist — und welche der übrigen Gefahren zutreffen.